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Severus Snape und andere tragische Helden...

Ich werde Mockingjay II nicht im Kino sehen. Ich habe den letzten Harry Potter nie gesehen, weder im Kino noch auf DVD, obwohl sie in  meinem Regal steht - der Vollständigkeit halber. Und in beiden Fällen ist die Romanvorlage Schuld. Denn in beiden Fällen frage ich mich: Warum all die Toten? Ja, Krieg ist schrecklich. Egal ob es sich um Lord Voldemort gegen den Orden des Phönix handelt oder das Kapitol gegen die Distrikte oder der IS gegen den Rest der Welt. Aber das sollte jeder halbwegs intelligenten 16jährigen auch ohne diese Bücher klar sein unn diejenigen, denen es nicht klar ist, werden ohnehin wenig Interesse an dersartiger Literatur haben.

Unbestritten, dass ich den Tod von Severus Snape für überflüssig halte. Die Illusion von der immerwährenden romantischen Liebe, über jahrzehnte hinweg ist nicht mehr zeitgemäß. Und auch J.K. Rowling kann keinem vormachen, dass sie genau daran glaubt - mindestens eine gescheiterte Ehe hat sie auch schon hinter sich. Jeder gute Freund würde ihm heute nach einer angemessenen Trauerpahse sagen "Hey, sie ist glücklich mit dem anderen, also komm klar." Was mich aber viel mehr entsetzt sind die Tode von Remus und Tonks, die ihren Sohn zum Vollwaisen machen. Warum? Hätte einer nicht genügt, um die Schrecken des Krieges aufzuzeigen? Oder all die anderen, die ich schon seit dem 5. Buch b eweint habe?

Und nun zu Panem. Dass die Schwester stirbt wusste ich. Auch da erschließt sich mir das Motiv nicht und aufgrund der sehr stark nachlassenden Flüssigkeit im Schreibstil der Autorin zum Ende hin, lassen sich die Motive von Präsidentn Coin für mich auch nicht nachvollziehen, warum sie ausgerechnet Prim in den sicheren Tod schickt. Wozu sollte diese Provokation noch gut sein? Was mich aber vielmehr erschreckt hat war der Tot von Finnick und die später wie beiläufig erwähnte Tatsache, dass die Ehefrau den zu dem Zeitpunkt noch ungeborenen Sohn später allein großzieht. Warum stirbt er, nachdem er sich nicht nur die Sympathien der Leserschaft erarbeitet hat, sondern auch die der Protagonistin.

Alles was die Autorinnen bei mir damit erreichen ist die Tatsache, dass ich sie für unfähig halte ein schönes Ende zu schreiben. (Nachdem ich Rowlings "Ein plötzlicher Todesfall" gelesen habe, bin ich mir bei ihr im übrigen völlig sicher!) Da kann der STil noch so gut sein, aber wenn ich am Anfang eines Buches schon darüber nachdenken muss, wie wenig mir das Ende gefallen wird, lege ich es doch lieber gleich wieder aus der Hand. Vielleicht liegt es in dem Wunsch der Autorinnen die Jugend nicht nur einfach unterhalten sondern auch permanent belehren zuu wollen. Dabei halte ich es heutzutage schon für eine Leistung Jugendliche überhaupt dazu zu bringen ein Buch in die Hand zu nehmen. Da sollte man es nicht darauf anlegen sie zum Ende hin so zu traumatisieren, dass sie das nie wieder tun.

Einen hübschen Kniff hat in meinen Augen übrigens Stephanie Meyer gefunden, indem sie die letzte, blutige Episode nur im Kopf des Entscheiders stattfinden ließ und ihm somit die Chance gab sich umzuentscheiden, wenn er die Folgen seines Handeln erkennen würde. Was er auch tat. Und damit gab er meiner kleinen Seele das Balsam, das sie brauchte und das was ich als Leser eines doch eher seichten Jugendbuches erwarte: Ein Happy End. 

 

Traurige Grüße

S.

3.12.15 08:01


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Aber das kennen sie ja schon...

...

 

Ich weiß gar nicht genau, wie oft ich das in den vergangenen Wochen und Monaten gehört habe. Mit dem dritten Kind gilt man offensichtlich als Vollprofi. Aber irgendwie ist doch alles anders.

Der Tag wird strukturiert vom 4-Stunden-Trinkrythmus des Babys - das vergisst man ziemlich schnell wieder. Jedes Mal, wenn ich wieder ein Fläschchen mache, denke ich mir, dass ich bei den anderen beiden mehr geschafft habe. Dazwischen wird für die anderen gekocht, gespielt, gebastelt, der Geschirrspüler eingeräumt, die Waschmaschine angemacht, Betten gemacht, gesaugt, der Müll rausgebracht, abgewaschen, Fläschchen ausgekocht (meine Kinder funktionieren alle nicht richtig, Brust mochten sie nicht, ich habs versucht, also bitte keine Muttermilch-ist-viel-besser-Diskussion), Spülmaschine ausgeräumt, Trockner angemacht und zweite Ladung in die Waschmaschine, einkaufen fahren... Dann natürlich noch duschen, Zähne putzen, Haare kämmen, soziale Kontakte pflegen, alles irgendwie.

So muss sich ein Rentner fühlen, nachdem er sich jahrelang auf den wohlverdienten Ruhestand gefreut hat und sich zig Sachen dafür vorgenommen hat, hat er für nichts mehr Zeit. Willkommen in meinem Leben. Das bin ich - Dreifachmama in Elternzeit, Lehrerin aus Leidenschaft (ich weiß, klingt patetisch), manchmal ein wenig überfordert und nahezu täglich erestaunt über ihre Umwelt. Und manchmal denke ich einfach, dass dieses erstaunt bleiben nicht unbeachtet bleiben darf. Und Twitter hat einfach zu wenig Zeichen dafür.

 

Liebe Grüße

S.

17.11.15 10:49





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